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In Deutschland leben 6,76 Millionen Ausländer (Stand: 31.12.2005, Quelle: Ausländerzentralregister). Bei einer Gesamtbevölkerung von 82,4 Millionen Menschen ist dies ein Anteil von ca. 8 %. Viele von ihnen sind hier geboren.
Seit 1954 kamen 31 Millionen Menschen nach Deutschland, 22 Millionen zogen weg - die Nettozuwanderung lag bei 9 Millionen.
Ca. 40 Prozent leben hier seit mehr als 15 Jahren. Trotz vieler Gesetze verläuft die Zuwanderung ungesteuert. Das Ausländerrecht galt als kompliziert. Mit dem am 01.01.2005 in Kraft getretenen Gesetz zur Steuerung und Begrenzung der Zuwanderung und zur Regelung des Aufenthalts und der Integration von Unionsbürgern und Ausländern (Zuwanderungsgesetz, BGBl. 2004 I, Seite 1950) wird versucht dies zu ändern.
Nach dem Krieg gab es mehrere Zuwanderungsschübe. Zuerst kamen Millionen Flüchtlinge und Heimatvertriebene aus dem Osten, von Mitte der 50er Jahre an bis zum Anwerbestopp 1973 Millionen so genannte Gastarbeiter. Bis zum Mauerbau 1961 wurden Flüchtlinge aus der DDR - vor allem die hoch Qualifizierten - schnell vom westdeutschen Arbeitsmarkt aufgenommen. Seit vielen Jahren kommen nun Spätaussiedler und jüdische Flüchtlinge aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion.
Aus humanitären Gründen nimmt Deutschland Asylbewerber und Kriegsflüchtlinge vorübergehend oder für länger auf. Auch an deutschen Universitäten studieren Ausländer. In der Landwirtschaft, auf dem Bau und im Hotel- und Gaststättengewerbe helfen Saisonarbeitskräfte. Hinzu kommen schätzungsweise eine halbe bis eine Million Illegale, die in der so genannten Schattenwirtschaft arbeiten.
Quellen: Südwestpresse Ulm, dpa, ZDFheute, Handelsblatt, Spiegel
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