Sie befinden sich hier: Startseite -> Stichworte -> Jemaah Islamiyah (JI)

Jemaah Islamiyah (JI) - Radikale Islamisten in Indonesien

Bis zu den Anschlägen im balinesischen Kuta im Oktober 2002 wurde die Jeemah Islamiyah (JI) als eine extremistsche islamische Gruppe in Indonesien unterschätzt. Die indonesische Regierung hatte immer wieder betont, keine Hinweise auf terroristische Aktivitäten zu haben. Tatsächlich gehörten radikale islamische Vereinigungen schon länger zum Erscheinungsbild der indonesischen Gesellschaftsstruktur und reichen bis in die Suharto-Dikatur zurück. Die Forderung nach einem islamischen Gottesstaat ist damit nicht neu. Schon nach der Intervention der USA und ihrer Verbündeten in Afghanistan aber war es wiederholt zu gezielt antiamerikanischen und antiwestlichen Protesten im größten islamischen Land der Welt gekommen. Die Bali-Anschläge, bei denen 202 Menschen starben und rund 300 andere verletzt wurden, änderten diese Einschätzung schlagartig. Noch im Oktober 2002 setzte die US-Regierung JI auf ihren Index terroristischer Organisationen.

Ziel: Islamischer Gottesstaat in Indonesien

Auf der Suche nach den Führern

Quelle: tagesschau.de, 02.09.2003

 

Der Terror kehrt nach Bali zurück

01. Oktober 2005 - Bei einer Reihe fast gleichzeitiger Explosionen auf der Ferieninsel Bali sind zahlreiche Menschen getötet oder verletzt worden. Nach Polizeiangaben explodierten die Bomben am Abend während der Zeit des Abendessens im Abstand von wenigen Minuten in zwei Strandrestaurants im Badeort Jimbaran und in einem Restaurant in der Urlauberhochburg Kuta.

Erster Hinweis auf Bali-Attentäter

Die indonesische Polizei ist bei der Identifizierung der Selbstmordattentäter von Bali nach eigenen Angaben einen Schritt vorangekommen. Ein Anrufer habe einen der Attentäter als früheren Schüler aus einer Gegend nahe eines islamischen Internats identifiziert, sagte der Polizeichef von Solo, Abdul Madjid. Mehrere wegen Terrors verurteilte Islamisten hätten diese Schule besucht.

Die Befragung inhaftierter Terroristen habe dagegen bislang keinen Erfolg gebracht, sagte Balis Polizeichef Made Mangku Pastika. Bei den Anschlägen auf Restaurants der indonesischen Ferieninsel wurden am Samstag 22 Menschen getötet. Es gab 104 Verletzte, darunter laut Medienberichten auch zwei Deutsche aus Sachsen-Anhalt.

Noch immer fahndet die indonesische Polizei nach den Drahtziehern der Anschläge. Als Hauptverdächtige werden landesweit die beiden Malaysier Azahari bin Husin und Noordin Mohammed Top gesucht, die als ranghohe Mitglieder der regionalen Terrorgruppe Jemaah Islamiyah gelten. Die Organisation wird für eine Reihe von Anschlägen in Indonesien verantwortlich gemacht.

Der australische Regierungschef John Howard kündigte an, sich bei der indonesischen Regierung für ein Verbot der Jemaah Islamiyah einsetzen zu wollen. Dazu solle in der kommenden Woche Außenminister Alexander Downer nach Jakarta reisen.

Quellen: FAZ, N24.de, Netzeitung - 05.10.2005

 

 

[ Inhaltsverzeichnis ] | [ Startseite ]

Falls ein Link nicht funktioniert sind wir für eine   kurze Nachricht   dankbar.

bobby proved