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Die Organisation Al-Tawhid ("Einheit der Gläubigen") hat ihren Ursprung in Jordanien und unterstützt den "Kampf gegen Ungläubige", ähnlich dem Terrornetzwerk Al-Kaida unter Osama Bin Laden. Die sunnitisch - palästinensische Bewegung hat sich laut Bundesanwaltschaft dem "militanten Islamismus" verschrieben. Allein die Scharia ist nach der strengen Auslegung der Al-Tawhid-Anhänger gültig, da Gott von ihnen als alleiniger Schöpfer und Gesetzgeber angesehen wird.
Eine Zelle in Deutschland soll sich spätestens im Sommer 2001 als terroristische Vereinigung gegründet haben. Als Kopf der internationalen Al-Tawhid-Organisation gilt der Jordanier Abu Musab al Zarqawi. Er soll die deutsche Al-Tawhid-Abteilung zu Anschlägen in Deutschland gedrängt haben. Der am Mittwoch verurteilte Shadi A. soll zu diesem Zweck versucht haben, an eine Pistole und Handgranaten zu kommen. Doch vor dem Eintreffen der Waffen konnten die Behörden am 23. April 2002 mehrere Verdächtige aus Jordanien, Irak, Ägypten sowie Palästinenser festnehmen.
Das Verhältnis von Al-Tawhid und Al-Kaida wurde vom Verteidiger von A. im Düsseldorfer Verfahren als "Bruderschaft im Glauben" bezeichnet. Al-Kaida sehe aber in den USA ihren Hauptfeind, während Al-Tawhid "jüdisch - israelische Ziele" angreifen wolle.
Die Organisation wurde inzwischen auf die Terrorliste der Europäischen Union aufgenommen.
Quellen:
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