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Nach Ausbruch der Al-Aksa-Intifada im September 2000 bildeten sich neben bestehenden radikal-islamischen Organisationen wie Hamas und Dschihad auch neue extremistische Gruppierungen, die beim Kampf gegen die israelische Besatzung wiederholt Anschläge verübten.
Die so genannten Al-Aksa-Brigaden, auch bekannt unter der Bezeichnung "Brigaden der Al-Aksa-Märtyrer", zählen zu den militantesten dieser neuen palästinensischen Gruppierungen und traten unter diesem Namen zum ersten Mal im Juni 2001 in Erscheinung. Zu Beginn der zweiten Intifada waren als Vorläufer kleine Gruppen mit den Bezeichnungen "Brigade der Rückkehr", "Saladin Brigaden" und "Märtyrer Chaled Ekr Brigaden" aktiv gewesen. Vor allem seit Herbst 2001 haben die Al-Aksa-Brigaden sich zu mehreren Anschlägen und Selbstmordattentaten bekannt. Bei einem der folgenschwersten kamen am 18. Januar 2002 mindestens sechs Israelis ums Leben, als Abed Hassuna eine Bat Mitzva-Feier stürmte und mit einem Gewehr das Feuer auf die Gäste eröffnete. In einer Erklärung bezeichnete die Gruppierung das Attentat als Rache für den Tod ihres 30-jährigen Führers Raed Karmi, der bei einer Explosion wenige Tage zuvor gestorben war. Die Al-Aksa-Brigaden machen Israel für den Tod Karmis verantwortlich.
Die radikale Organisation gilt als bewaffneter Arm der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Jassir Arafat. Sie besteht offenbar aus vielen kleinen Kampfzellen, deren Mitglieder der Fatah angehören, und operiert vermutlich ohne feste Struktur vom Westjordanland aus. Über die Zahl ihrer Mitglieder ist wenig bekannt. Israel schätzt sie jedoch als äußerst gefährlich ein und hat wiederholt versucht, ihre Führer im Zuge der Liquidierungspolitik zu töten. Arafat hat sich von den Anschlägen der Al-Aksa-Brigaden immer distanziert, ging aber nach Einschätzung von Beobachtern nur zögerlich gegen ihre Aktivisten vor.
Quelle:
politikerscreen.de, Stand: 18.Januar 2002
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